Wie ein Naherholungsgebiet kaputt gemacht wird
Es ist aus mit Erholung auf Uto Kulm.
Die wirtschaftlichen Interessen eines Hoteliers sind offenbar wichtiger,
als die Erholung hunderter Spaziergänger und Wanderer.
Der Uto Kulm ist bald der Rosengarten des Albis. An einem Morgen des Aprils
2004, an dem ich mal wieder auf 'meinen' Hausberg stieg, zählte ich nicht
weniger als 22 Fahrzeuge zwischen Bahnhof und Berggasthaus.
Es spricht schon Bände für sich, dass die Zufahrt zum Hotel heute
asphaltiert ist.
Helikopterlandungen (bis zu einem halben Dutzend an einem Wochenende)
komplementieren den Rummel bereits heute. Mitten in dieser Natur, die
Zürichs Lunge representiert, wird heute ein Event-Place betrieben,
der eine riesige Infrastruktur voraussetzt.
Der neuste Furz ist ein 'OpenAir-Kino', vom Gemeinderat der Gemeinde Stallikon
bereits bewilligt. Was kümmert diesen die Emissionen, den Rummel? Nichts!
Hauptsache der Rubel rollt. Naturschutz ist ein Fremdwort. Erhohlung ebenso.
Es gibt mehrere solcher Kinos in der Stadt. An lauschigen Plätzen: am See,
in der Letten-Badi, auf dem Röntgenplatz, beim Kanzlei, am Idaplatz.
Wir brauchen das nicht auf dem Üetli!
Ich denke, es ist an der Zeit den Verantwortlichen, sei es dem Betreiber oder
den bewilligenden Behörden, auf die Finger zu klopfen und diese wieder auf
den Boden zu holen.
Fahrten sind nur noch SEHR restriktiv zu bewilligen. Transporte (Personen,
Material und Lebensmittel) haben grundsätzlich mit der
Üetlibergbahn zu erfolgen. Von da kann mit Elektrofahrzeugen
opereriert werden. Viele autofreie Kurorte in der Schweiz machen das vor.
Die Asphaltstrassen sind wieder in Naturstrassen zu verwandeln.
Helikopterlandungen und infrastruktur-intensive Grossanlässe
wie ein 'OpenAir-Kino' sind schlicht nicht zu bewilligen.
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All photos © Thomas Stalder,
except if stated otherwise.
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